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Wandern liegt aktuell im Trend. Viele junge Familien wandern im Urlaub. Aber warum lohnt sich Wandern besonders für Familien? Und wie lässt sich das Wandern mit Kindern umsetzen, die bereits nach fünf Minuten Fußweg jammern? Mit unseren Tricks bist Du mit Deiner Familie mit viel Spaß unterwegs.

Wandern ist eines der gesündesten Hobbys. Bereits eine Stunde in der Natur zu wandern, wirkt nachhaltig positiv auf die Psyche. Der Puls verlangsamt sich, der Blutdruck sinkt und das Gefühl von Stress lässt nach. Für die Familie ist es ideal, da unterschiedlichste Fitnessgrade beim Wandern nicht stören. Es gibt dafür zwei Regeln:

  • Länge der Route und Pausen orientieren sich am Schwächsten.
  • Der Langsamste gibt beim Wandern das Tempo vor.

Die gemeinsame Aktivität und das Entdecken von einer anderen „Welt“ verbindet Familien und sorgt für schöne Erinnerungen. Mit diesen Tipps wird das Wandern mit Kindern für Dich und Deine Familie zu einem positiven Erlebnis.

Wandern mit Kindern: Die Suche nach der passenden Tour

In vielen Reiseführern werden die einfachen Touren als familienfreundlich gepriesen. Das kann für den Einstieg und zum Ausprobieren gut sein. Tatsächlich ist es aber so, dass Kinder abwechslungsreiche Touren viel spannender finden und diese mit genügend Pausen gut schaffen. Kinder sind für schöne Ausblicke, tolle Landschaften und all die großen Naturereignisse meistens weniger zu begeistern.

Hier unterscheiden sich die Wahrnehmungen und Prioritäten von Kindern und ihren Eltern ganz entscheidend. Beim Wandern mit Kindern sind es die kleinen Details zum Entdecken und Anfassen, die eine Tour spannend machen. Geschichten rund um eine Tour oder Abwechslung wie Klettereinlagen begeistern Kinder. Die einfachen Touren bieten diese Abwechslung im Gelände oft nicht.

Schau bei den Wandertouren, dass es zum Beispiel ein Stück durch einen Wald geht und danach wieder ab ins „freie Feld“. Kinder lieben Wasser und ein Bachlauf bietet sich für eine Pause zum Spielen und Abkühlen an. Das Klettern auf eine kleine Anhöhe ist für vorsichtige Kinder eine Möglichkeit, Selbstbewusstsein zu tanken.

Tipps für die passende Wandertour:

  • ausreichend Pausenmöglichkeiten
  • interessante Zwischenziele
  • lieber kürzer und dafür mehr Abwechslung

Ausrüstung – Nicht an den Schuhen sparen

Perfekt passende Schuhe sind beim Wandern mit Kindern wichtig. Sonst entwickeln sich Blasen oder die Füße werden falsch belastet. Hier ist eine Investition in gute Wanderschuhe notwendig, damit das Wandern nicht wegen Schmerzen als „doof“ abgestempelt wird. Bei den restlichen Anziehsachen ist es oft gut, leichte Kleidung zu tragen, die den ganzen Körper bedeckt. Das schützt vor Zecken und zugleich vor Sonnenbrand. Außerdem wichtig:

  • eine Kopfbedeckung
  • leichte Trinkflasche
  • passender Rucksack mit Hüftgurt
  • Insektenrepellent
  • Blasenpflaster und andere Pflaster

Der Hüftgurt beim Rucksack ist wichtig, damit sich das Gewicht gut verteilt und nicht alleine auf dem Rücken liegt. Viele der hochwertigen Rucksäcke für den Kindergarten oder auch für größere Kinder haben heute einen Hüftgurt.

Wandertour mit Kindern: Kein falscher Ehrgeiz

Mit Kindern dauert alles etwas länger. Werden Eltern ungeduldig, entwickelt sich das Wandern zu einem unnötigen Kampf. Wer kurze Strecken auswählt und die Kinder entdecken lässt, kommt vielleicht später an, hat unterwegs jedoch weniger Murren der Kinder. Die sind nämlich gut beschäftigt, wenn sie abseits der Wege schauen dürfen und sich nicht beeilen müssen. Realistisch ist mit Kindern, das Einplanen der doppelten Zeit für eine Tour. Wer sich weniger Ziele setzt und es schafft, ohne konkrete Zeitplan unterwegs zu sein, gewinnt.

Auf Wanderung Fundstücke sammeln

Die meisten Kinder haben eine kleine Sammlung von etwas. Stöcker, Blätter, besondere Steine – Kinder sind Sachensucher. Eine Wanderung ist die perfekte Gelegenheit, gemeinsam etwas zu finden und zu sammeln. Was liebt Dein Kind? Was lässt sich in der Gegend Eurer Wanderung gut finden? Vorab sollte eine maximale Größe abgesprochen sein – gerade bei Stöcken und Steinen ist das wichtig. Vielleicht gibt es eine Extra-Tasche für die Fundstücke? Wenn diese voll ist, ist das Sammeln beendet. Manches Mal macht das eine Auswahl nötig, was für Kinder eine gute Übung ist. Abwägen, Entscheidungen treffen – all das sind wichtige Kompetenzen, die sich beim Sammeln während einer Wanderung gut üben lassen.

Verantwortung geben

Beim Wandern lassen sich noch andere Kompetenzen üben. Für Dich als Elternteil kann das eine Übung im Loslassen und Vertrauen sein. Denn Deine Kinder möchten sich als kompetent erleben und brauchen dafür Dein Vertrauen. Ob es das Lesen der Karte ist, die Suche nach den Wegweisern – Kinder sind stolz, wenn sie eine wichtige Aufgabe haben. Packt gemeinsam den Rucksack – auch wenn es länger dauert. Schenk Deinen Kindern Erfahrungen in der Selbstorganisation. Schau am Ende einmal drüber, ob sie alles Notwendige dabeihaben. Wenn etwas fehlt, pack es dazu, ohne zu schimpfen. Brote schmieren, Flaschen auffüllen, Pflaster einpacken – es gibt viele Tätigkeiten, die sich gut abgeben lassen. Mit etwas Übung und Geduld deinerseits zu Beginn schenkt Dir das Abgeben von Aufgaben Zeit und Deinen Kindern Selbstvertrauen.

Kleine Naturforscher

Macht keine Wanderung, sondern eine Expedition in die aufregende Welt der Wildnis. Nehmt ein Schnitzmesser mit, eine Lupe, ein Fernglas und vielleicht einen Insektenbecher – es gibt so viel zu entdecken und Kinder lieben die Natur. Keine Angst – auch wer als Eltern keine Buche von einer Eiche unterscheiden kann und für wen alle Vögel einfach Vögel sind: Es ist schön, gemeinsam etwas zu lernen. Schnitzen lässt sich ebenfalls noch als Erwachsener lernen. Diese Herangehensweise vermittelt Kindern, dass auch Eltern noch etwas lernen. Gemeinsam etwas zu lernen oder zu erforschen, verbindet die Familie. Es gibt viele kleine und große Naturbücher und Lexika, die kindgerecht sind und das Erforschen von Natur spannend machen.

Wandern mit Kindern: Humor behalten

Wandern mit Kindern läuft selten ganz nach Plan. Mal spielt das Wetter nicht so mit, wie Du es Dir wünschst. Dann verletzt sich einer von Euch und es muss umdisponiert werden. Natur lässt sich nicht kontrollieren und planen. Wenn Du es schaffst, mit diesen Unwägbarkeiten und kleinen und großen Herausforderungen entspannt und humorvoll umzugehen, lernen Deine Kinder diese positive Sichtweise auf das Leben von Dir.

Bild von Marie Sörlin auf Pixabay.com

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