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Fieber sollte bei Säuglingen unter zwei Monaten sehr ernst genommen werden. Rektal gemessene Temperaturen zwischen 37,6 und 38,5 Grad Celsius werden als erhöht bezeichnet. Ohrthermometer sollten allerdings am besten im Säuglingsalter nicht verwendet werden. Man sollte wissen, dass Fieber an sich keine Krankheit ist. Bei hoher Körpertemperatur können sich Viren und Bakterien nicht optimal vermehren. Fieber ist also ein existenzieller, natürlicher Abwehrmechanismus, dem Du nicht gleich durch fiebersenkende Mittel entgegenwirken musst. Säuglinge, Kleinkinder und sogar ältere Kinder bekommen viel häufiger Fieber als es bei Erwachsenen der Fall ist.

Eine Influenza-Infektion, Magen-Darm-Infektionen oder eine Mittelohrentzündung sind einige der häufigsten Ursachen für Fieber bei Babys. Manchmal kann es vorkommen, dass ein Kind abends oder nachts Fieber hat und sich bereits morgens wieder völlig gesund fühlt. Es ist wichtig, dass Eltern von Neugeborenen und sehr jungen Babys wissen, dass sich die Fähigkeit, mit Fieber zu reagieren, möglicherweise noch nicht vollständig entwickelt hat. Wenn Du also leicht erhöhte Temperaturen gemessen hast, kann es sich, bei deinem Baby, dennoch um eine ernsthafte Krankheit handeln. Aus diesem Grund ist bei Säuglingen bis zu einem Alter von 3 Monaten ab 38 ° C von Fieber zu sprechen. Wenn das Kind extrem schwach erscheint, sehr ruhig ist, außerdem ein verändertes Trinkverhalten zeigt und/oder eine Veränderung der Hautfarbe (blass, rot, bläulich), ist es besser schnellstmöglich einen Arzt auf zu suchen.

Wenn dein Kind Fieber hat, kannst Du dies normalerweise an seinem Äußeren erkennen: Das Gesicht ist heiß und gerötet, die Haut ist Pfahl und blass, die Augen sehen müde aus. Einige Kinder wirken faul, schläfrig oder verweigern das Essen. Manchmal sind Kinder trotz Fieber mobil und gut gelaunt.

Fieber bei Babys richtig messen

Wenn Du glaubst, dass dein Kind Fieber hat, solltest Du die Körpertemperatur messen und gegebenenfalls dokumentieren. Der beste Weg, dies zu tun, ist die Verwendung eines digitalen klinischen Thermometers oder Infrarot-Thermometers, das die benötigte Zeit für eine vertrauliche Messung automatisch anhält. Da die Temperatur der Haut nicht mit der Innentemperatur des Körpers übereinstimmt, werden bestimmte Punkte zur Temperaturmessung genutzt: im Po, im Gehörgang, im Mund oder bei älteren Kindern auch unter den Achseln.

Für die bestmöglichen Werte empfehlen Ärzteverbände, die Körpertemperatur bei Säuglingen und kleinen Kindern rektal zu messen. Es ist wichtig, mit dem Thermometer vorsichtig, um zu gehen, damit es für das Kind möglichst schmerzfrei ist. Lege dein Baby dafür am Besten in einer entspannten Lage auf die Seite oder den Rücken. Gib etwas Creme auf das Thermometer und gebe es dann vorsichtig etwa ein bis maximal zwei Zentimeter in den Anus ein. Nach etwa einer bis eineinhalb Minuten ertönt das Signal, dann kannst Du das Thermometer langsam entfernen und die Temperatur ablesen. Achte auf die Reaktionen deines Kindes bei der Messung und versuche eventuelle Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden. Du kannst auch versuchen dein Baby mit einem Lieblingsspielzeug oder lustigen Geräuschen von der Messung abzulenken.

Alternativ kann die Temperatur auch im Gehörgang mit einem speziellen Ohrthermometer gemessen werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass etwas Übung erforderlich ist, um eine schlechte Messung durch falsches Platzieren des Infrarotstrahls nicht ausgeschlossen ist. Auch Ohrenschmalz kann die Messergebnisse negativ beeinflussen. Daher müssen die Geräteanweisungen genau befolgt werden. Das Messen von Babys ist, durch den noch engen Gehörgang, sowieso schon erschwert.

Muss man bei Fieber immer direkt reagieren?

Wenn dein Baby Fieber hat, fällt es verständlicherweise schwer, Fieber als den Freund und Helfer zu akzeptieren, der es ist. Natürlich kann es beängstigend sein, wenn das Kind fiebert. Fieber ist jedoch keine Krankheit, sondern eine gesunde, wertvolle Schutzreaktion des eigenen Körpers. Es ist für das Immunsystem Ihres Kindes äußerst wichtig.

Aus folgenden Gründen solltest Du das Fieber deines Kindes nur in Ausnahmefällen senken:

1. Fieber schwächt den Infektionserreger
Die meisten Krankheitserreger fühlen sich bei etwa 37 ° C zu Hause. Ab etwa 38,5 ° C können sie sich nicht mehr optimal vermehren.

2. Fieber hilft dem Immunsystem, den Erreger loszuwerden.
Eine erhöhte Körpertemperatur stimuliert die Bildung von Antikörpern und weißen Blutkörperchen im Körper.

3. Fieber trainiert das Immunsystem für spätere Krankheiten
Die vermehrte Bildung von Gedächtniszellen im Körper bereitet das Immunsystem auf den weiteren Kontakt mit Erregern vor.

4. Die Reduzierung des Fiebers beeinträchtigt die natürliche Temperaturkontrolle des Kindes.
Die Körpertemperatur des Menschen wird im Gehirn durch einen genauen Regler gesteuert. Der Körper tut alles, um dort den Sollwert zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Wenn Du versuchst, die Temperatur künstlich zu senken, erhöht daraufhin der Körper diese Anstrengungen und reagiert mit einer noch höheren Wärmeabgabe. Das Ergebnis ist eine stetig ansteigende Temperatur, welche dem Körper zusätzliche Kraft entzieht.

Wann treten fieberhafte Anfälle auf?

Zwei bis fünf Prozent aller Kleinkinder in der Lebensphase von sechs Monaten bis fünf Jahren haben eine Anfälligkeit für Fieberkrämpfe. Sie treten häufiger im zweiten Lebensjahr auf und Jungs sind etwas häufiger betroffen als Mädchen. Ungefähr 25 Prozent dieser Kinder haben in ihrer unmittelbaren Familie Personen die bereits Fieberanfälle hatten. Daher kann in vielen Fällen von einer vererbten Anfälligkeit ausgegangen werden.

Darüber hinaus ist die Schnelligkeit des Fieberanstiegs wesentlicher Auslöser, eines fieberhaften Anfalls. Anfälle sind in der Regel nur von kurzer Dauer und treten meist einmalig auf. Das Risiko eines erneuten Auftretens ist am größten, wenn eine angeborene Anfälligkeit für Fieberkrämpfe vorliegt oder das Kind häufig Fieber hat und die Körpertemperatur, während des ersten fieberhaften Anfalls unter 39 Grad Celsius lag.

Hier folgen nun die Symptome eines Fieberanfalls:
Fieberkrämpfe treten beispielsweise bei Magen-Darm-Infektionen, Infektionen der oberen Atemwege, bei echter Influenza und dem sogenannten dreitägigen Fieber auf.

Bei einem fieberhaften Anfall verliert das Kind für kurze Zeit das Bewusstsein,die Muskeln, die Arme und Beine spannen sich an und krampfen.

Außerdem kann es vorkommen, dass die Kinder oft mit den Augen rollen oder wegschauen. Auch die Atmung kann sich verlangsamen und die Haut wird manchmal bläulich werden.

Oft dauern solche Anfälle lediglich wenige Minuten, bevor sich der Körper wieder entspannt und die normale Hautfarbe zurückkehrt, woraufhin das Kind völlig ermüdet und erschöpft ist. Das Kind erinnert sich oft nicht an die fieberhaften Anfälle.

Was solltest Du tun, wenn dein Baby einen Fieberanfall hat?

Die Hauptpriorität bei einem fieberhaften Anfall: Bleib ruhig! Das verkrampfte Baby wird vorsichtig aufbewahrt, vorzugsweise in einem Bett oder in einer Decke. Die Kleidung sollte locker sein. Maßnahmen wie Wadenwickel sind ratsam. Das Kind sollte in dieser Situation nichts zu essen oder zu trinken bekommen. Wenn es sich übergeben muss, lege es am besten auf die Seite, damit es nicht ersticken kann.

Wenn es sich um den ersten fieberhaften Anfall handelt, solltest Du die Notrufnummer 112 anrufen, rät der Berufsverband der Kinderärzte (BVKJ). Die Ursache des Krampfes sollte unbedingt geklärt werden. Ein einfacher Fieberanfall dauert in der Regel nur wenige Sekunden bis maximal 15 Minuten – und lässt ohne Spätfolgen nach. Laut dem Berufsverband der Kinderärzte, ist im Normalfall, das Kind in nach spätestens zwei Stunden vollständig genesen. Komplizierte Fieberanfälle, die länger anhalten, sind selten, wie Kinderärzte mitteilen. Ein fieberhafter Anfall aufgrund einer Meningitis kommt ebenfalls äußerst selten vor.

Wie werden fieberhafte Anfälle behandelt?

Während des Anfalls kann der Arzt krampflösende und fiebersenkende Mittel verabreichen. Für Kinder mit wiederholten Fieberkrämpfen ist es ratsam, wenn die Eltern Fieberzäpfchen zu Hause vorrätig haben. Der Wirkstoff in diesen, beugt zeitnah Krämpfen vor. Wenn das Kind nach fünf Minuten noch unverändert ist, kann ein weiteres Zäpfchen gegeben werden. Die maximal mögliche Menge sollte je nach Kind und Häufigkeit der Anfälle mit dem behandelnden Arzt vereinbart werden. Das Kind sollte bei hohem Fieber kühl gehalten werden, das kannst Du erreichen, indem Du es ausziehst und mit einem dünnen Laken bedeckst.

Fieber nach Impfung bei Säuglingen

Warum tritt nach bestimmten Impfungen Fieber auf? Welche Nebenwirkungen sind bei Impfungen zu erwarten und was solltest Du tun und was nicht? Fieber nach Impfungen ist keine Seltenheit und ein Zeichen für eine funktionierende Immunantwort. Fieber wird vor allem nach Mehrfachimpfungen erwartet, von denen die MMR-Impfung besonders betroffen ist (Lebendimpfstoffe). Bei einer Impfung können am selben Tag noch fieberhafte Anfälle auftreten, bei einer MMRV-Impfung selbst nach bis zu ein bis zwei Wochen noch.

Fieber im Zusammenhang mit einer Impfung, d. H. einer abgeschwächten Variante der vorzubeugenden Krankheit, weist nicht generell auf eine erhöhte Infektionsgefahr hin, sondern kann, in diesem Fall, als normale Reaktion des Immunsystems gewertet werden. Senke nach Möglichkeit das Fieber nach der Impfung nicht, sondern begleite dein Baby bei diesem natürlichen Prozess, solange die gefährlichen Temperaturen, nicht überschritten werden. Verwende keine Paracetamol haltigen Medikamente zur Schmerzlinderung und Senkung des Fiebers nach der Impfung, da dies den Impfeffekt verringert. Falls nötig, verwende schonende fiebersenkende Medikamente.

Warum kann Fieber nach Impfungen folgen?

Während einer Impfung wird eine Mischung aus Fremdchemikalien (Konservierungs- und Desinfektionsmittel sowie sogenannte Marker), pathogene Bestandteile und Toxine durch die äußere Hautbarriere deines Kindes eingeleitet, um eine gewünschte spezifische Immunantwort hervorzurufen. Fieber ist Teil einer angeborenen, erregerunspezifischen Immunantwort, die im Wesentlichen aus Retention (Haut), Bekämpfung (Phagozyten) und Entsorgung (Entzündungsprozesse) besteht.

Darüber hinaus haben Menschen mit zunehmendem Alter auch eine spezifische Immunantwort, zu der die sogenannten Antikörper gehören, die auf bestimmte pathogene Profile reagieren. Durch den Kontakt mit dem Krankheitserreger wird es dem Immunsystem des Kindes möglich gemacht, dass es ein pathogenes Profil erstellt, ohne die typischen Immunantworten geben zu müssen. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch herausgestellt, dass naturnahe Impfstoffe, die manchmal sogar eine geschwächte Version der zu vermeidenden Krankheit hervorrufen, eine bessere Vorbeugung bewirken und signifikant besseren Schutz bieten als andere Impfungen.

Wenn dein Baby also nach der Impfung Fieber hat, ist dies ein Zeichen für ein lebensfähiges Immunsystem, dass sich gerade entwickelt und nicht unbedingt Anlass zur Sorge sein sollte. Lass dein Kind nach einer Impfung unbedingt Fieber haben, da der Immunschutz schwächer ist, wenn das Fieber gesenkt wird. Insbesondere durch die Anwendung von Paracetamol. Wie bereits angesprochen, tritt Fieber insbesondere nach einer MMR-Impfung auf.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Fieber nach einer MMR-Impfung (Mumps, Masern, Röteln) häufig verzögert auftritt. Dies ist hauptsächlich auf die Art des verwendeten Impfstoffs zurückzuführen. Um eine Übersicht zu bieten findest Du hier eine kurze Zusammenfassung der häufigsten Arten von Impfstoffen und der zu erwartenden Impfreaktionen:

1. Lebendimpfung: Bei einer Lebendimpfung reagiert der Körper auf geschwächte Krankheitserreger und reagiert daraufhin mit einer geschwächten Variante einer üblichen Infektion aus. Dies bedeutet einerseits, dass der Impfschutz viel besser ist als bei einer toten Impfung, andererseits kann es zu hohem Fieber und verspäteten Krankheitssymptomen kommen (normalerweise 5-11 Tage nach Impfung). Wie bei einer regulären Infektion entspricht diese Verzögerung ungefähr der Inkubationszeit. Mumps, Masern, Röteln und Windpocken werden synchron geimpft, häufig als Kombipräparat MMR-Impfstoff oder auch als MMRV-Impfstoff.

2. Bodenbakterienimpfstoffe: Das Risiko für Diphtherie und Tetanus geht von einem, vom Erreger produzierten Toxin aus, deshalb richtet sich der Impfstoff nicht gegen den Erreger, sondern gegen das Gift, das er bei einer Infektion produziert. Nach einer solchen Impfung werden ähnliche Reaktionen wie bei toten Impfstoffen hervorgerufen.

3. Tote Impfstoffe: Alle anderen Impfungen bestehen aus toten Bestandteilen des Erregers, den sogenannten Antigenen, die den Bauplan für die Produktion der Antigene für die Bekämpfung des Erregers für das Immunsystem liefern. Der durch sie vermittelte Schutz vor Impfungen ist im Allgemeinen schwächer als der durch Impfungen mit dem lebenden Erreger. Der Körper reagiert auf Totimpfstoffe und auf Toxoid-Impfstoffe, bereits nach einigen Stunden mit Schwellung und Rötung und möglicherweise Verhärtung der Injektionsstelle, die aber nach zwei Tagen abklingen sollte. Zur Beurteilung des Verlaufs wird empfohlen, Säuglinge morgens/vormittags zu impfen. Fieber kann auch nach einer Impfung mit toten Impfstoffen auftreten, kommt jedoch viel seltener vor.

Alle gängigen Impfungen für Säuglinge und ihre häufigsten Nebenwirkungen auf einen Blick:
Die meisten aufgeführten Nebenwirkungen von Impfungen werden meist durch Mehrfachimpfungen verursacht, beispielsweise der 6-fache Impfung gegen Hepatitis, Polio, Tetanus, Diphtherie, Pertussis Hib und Polio B, die im Alter von 2, 3, 4 und zwischen 11 und 14 durchgeführt wird und über die MMR-3-fache oder MMRV-4-fache Impfung, die normalerweise um den 14. Monat durchgeführt wird. Wenn andere als die unten aufgeführten Impfreaktionen auftreten, melde diese bitte deinem Kinderarzt!

Bei den Impfstoffen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Hib (H. GripiTypB), Poliomyelitis (Poliomyelitis), Hepatitis B, Meningococcus C., Pneumokokken, Rotavirus Masern, Mumps und Röteln, können folgende Impfreaktionen auftreten:

Meist nach 4-8 Stunden: Es treten Schmerzen, Steifheit an der Impfstelle, lokale Schwellung oder Rötung auf, welche nach 2 Tagen verblasst sein sollten, sowie selten eine hyporesponsive Phase (Apathie), Hautausschlag, stundenlanges Schreien, Gelenkschmerzen, Impfmasern, Fieber, das durchschnittlich etwa 2 Tage dauert.

Antipyretika können gefährlich sein

Unabhängig davon, ob Du Ibuprofen oder Paracetamol verwendest: Alle Antipyretika haben Nebenwirkungen. Dies ist besonders häufig, wenn Dosierungsinformationen nicht eingehalten werden. Aufgrund des Risikos des Reye-Syndroms sollte Kindern kein Aspirin verabreicht werden. Man spricht nur von Fieber, wenn das Thermometer nach der Messung im Gesäß (über) 38 Grad Celsius anzeigt. Ein Kind hat hohes Fieber bei 39 Grad Celsius. Ab einer Temperatur von 41,5 Grad Celsius wird es lebensbedrohlich, da ab diesem Zeitpunkt die Proteine des Körpers dehydrieren.

Was mache ich, wenn mein Kind Fieber hat?

Ab wann solltest Du den Kinderarzt kontaktieren?

Ein Kinderarzt sollte immer konsultiert werden, wenn dein Kind jünger als drei Monate ist und eine Körpertemperatur von 38 ° C aufweist. Bei einem älteren Kind bei Temperaturen über 39 ° C.

– Wenn dein Kind Fieber hat, das bereits länger als drei Tage anhält.

– Fieber, das über den Normalfall hinaus, das Kind stark beeinträchtigt und Schmerzen verursacht.

– Wenn das Kind aufhört, zu Essen und/oder zu Trinken.

– Wenn andere Symptome dazu kommen, wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Rötung usw.

– Wenn das Kind einen fieberhaften Anfall hat.

– Wenn trotz bewiesen wirksamer fiebersenkender Maßnahmen, das Kind keine gewünschte Reaktion zeigt.

Manchmal ist es besser, das Kind im Krankenhaus zu behandeln und zu überwachen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Kind starke Symptome zeigt, sowie ein massiver Flüssigkeitsmangel vorliegt oder der Verdacht, auf einen schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Verlauf besteht. Weiterhin muss darauf hingewiesen werden, dass es für Kinder ganz normal ist, durch das Kriechen auf dem Boden und des täglichen Besuchs im Kindergarten, 8 bis 12 Infektionen pro Saison zu bekommen. Da die Kleinen mehr Kontakt mit anderen Menschen haben und daher zwangsläufig mit verschiedenen Mikroben in Kontakt geraten.

Säuglinge sind nach der Geburt normalerweise, zunächst durch die mütterlichen Antikörper geschützt, dies ist auch als “Nestschutz” bekannt -, verschwindet dieser im ersten Lebensjahr und ist das Kind ab dem Zeitpunkt auf sein eigenes Immunsystem angewiesen. Dann macht das Immunsystem des Kindes seine Erfahrungen einerseits durch Impfungen und auf der anderen Seite durch den Kontakt mit Krankheiten und bildet aufgrund dieser Erfahrungen seinen eigenen Schutzmechanismus.

Etwa 85 Prozent aller Krankheiten und Infektionen im Vorschulalter geschehen viral. Im Gegensatz zu Bakterien, die ihren eigenen Stoffwechsel haben, verwenden Viren die Körperzellen als “Wirte” und erleichtern Bakterien so wiederum die Vermehrung, wenn sie in den Körper gelangen. Viren müssen aus der Impfung entfernt werden und sterben ab, wenn keine nicht geimpften Organismen mehr vorhanden sind (z. B. Pocken).

Allerdings sind nur 15 Prozent der Infektionen bakterieller Natur. Sobald Bakterien ihren eigenen Stoffwechsel gestartet haben, können sie ohne eine einzige Körperzelle überleben. Um die Bakterien abzutöten, erhalten junge Patienten Antibiotika, die letztendlich die Bakterien vergiften.

Fieber – die besten Hausmittel für dein Kind

WICHTIG: Wenn sich die Symptome deines Babys oder Kleinkindes in absehbarer Zeit trotz folgender Hausmittel nicht bessern, solltest Du auf jeden Fall deinen Kinderarzt konsultieren, um herauszufinden, ob die Krankheit es erforderlich macht, beispielsweise ein Antibiotikum zum Einsatz zu bringen. Als Alternative zu Fieberzäpfchen kannst Du zum Beispiel zunächst die bewährten Wadenwickel probieren (die auch um Brust oder Bauch gelegt werden können). Voraussetzung dafür ist, dass Dein Kind Füße und Beine mit erhöhter Temperatur hat. Das Wasser sollte jedoch nicht kälter als 20 ° C sein. Sobald der Wickel warm von der Körpertemperatur geworden ist, wird er erneuert.

An sehr heißen Tagen kann auch eine Klimaanlage oder ein Ventilator eingesetzt werden, um die allgemeine Raumtemperatur zu senken. Ein kaltes oder lauwarmes Bad kann ebenfalls hilfreich sein. Husten und eine laufende Nase sind keine Gründe, auf ein Bad zu verzichten – im Gegenteil. Ebenfalls können kühlende Waschungen das Fieber bis zu einem gewissen Grad reduzieren. Die verdunstende Kälte entzieht dem Körper Wärme. Nimm dazu warmes Wasser bei 25 ° C und misch es mit dem Saft einer Zitrone oder 1 Esslöffel Essig. Tauche dann ein Tuch ins Wasser und wisch schnell den Körper deines Babys damit ab, Hände und Arme, Beine und Füße, Bauch und immer mit Bewegung zurück zum Herzen. Zieh deinem Baby den Schlafanzug an (ohne es abzutrocknen) und lege es sofort in das warme Bett zurück. Du kannst das Bett im Voraus mit einer Wärmflasche vorheizen.

Zitronenblütentee hilft das Fieber zu senken. Dieser muss je nach Fieber unterschiedlich dosiert werden. Tauche 1 Teelöffel getrocknete Blüten in 1/2 Liter kochendes Wasser und lassen sie 5 Minuten ziehen. Dann den Tee abseihen. Gib deinem Kind dreimal täglich 1 Tasse davon. Wenn dein Kind eine hohe Temperatur haben sollte (über 39 ° C), solltest Du nur einen halben Teelöffel Tee verwenden. Schafgarbentee hilft beim Schwitzen. Dazu 1 Esslöffel Blumen mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Warte bis der Tee etwas abgekühlt ist und lass dein Kind den Tee vor dem Schlafengehen trinken.

Solange das Kind, unabhängig von der erhöhten Temperatur, bereit ist zu essen und zu trinken, besteht noch kein Bedarf an Hilfe, weder von Hausmitteln noch von anderen Medikamenten. Falls dies nicht der Fall ist und das Kind an Muskel- und Gliederschmerzen leidet, ist es anzuraten das Fieber zunächst mit Hausmitteln versuchen zum Sinken zu bringen.

So kannst Du deinem Kind das Fieber angenehmer machen

Kinder mit Fieber fühlen sich in der Regel schwach und elend. Deshalb sollten sie strenge Bettruhe halten, um dem Körper alle Energie zur Genesung zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, dass dein Kind jetzt so viel Pflege und Aufmerksamkeit wie möglich von dir benötigt.

Folgendes kannst Du machen:
Trinken: Kinder verlieren bei erhöhter Temperatur ungewöhnlich viel Flüssigkeit, die der Körper nicht alleine kompensieren kann. Deshalb ist es für dein Baby besonders wichtig, viel zu trinken, damit sein Körper nicht austrocknet. Biete ihm etwa jede halbe Stunde etwas zu trinken an, vorzugsweise Tee, Saft oder Wasser.
Essen: Kinder haben oft wenig oder gar keinen Appetit, wenn sie Fieber haben. Biete deinem Kind leicht verdauliche Lebensmittel wie Kompotte oder Brei an, aber zwinge es nicht zum Essen.
Bettruhe: Auch wenn dein Kind noch nicht vollkommen kränklich wirkt, solltest Du auf seine Bettruhe achten.
Bettwäsche: Wechsel häufig die Bettwäsche und deine Handtücher.

Überprüfe regelmäßig die Temperatur des Kindes, insbesondere wenn dein Kind noch sehr jung ist und hohes Fieber hat. Wenn möglich, solltest du die Messungen nicht vernachlässigen. Wenn möglich, solltest Du dein Kind jedoch nicht, beim Schlafen zu oft durch das Messen der Temperatur stören oder wecken. Sobald das Fieber wieder herunter gegangen ist, wollen die meisten Kinder gleich wieder aufstehen, um zu spielen, können dabei aber ihre Kräfte häufig noch nicht richtig einschätzen. Aus diesem Grund solltest Du gewährleisten, dass dein Kind in den ersten Tagen weiterhin genügend Ruhe hält und sich höchstens mit ruhigeren Spielen beschäftigt.

Fotos: ExergenCorporation und Myriam Zilles auf Pixabay.

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