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Wir leben in einer Gesellschaft, in der es schneller, höher und weiter nicht gehen kann. Das bekommen auch schon die Kleinsten unter uns zu spüren. Der Alltag eines Kindes ist längst nicht mehr das, was er einmal war. Viele Eltern möchten, dass ihr Kind ein Instrument oder eine andere Sprache erlernt, es soll in ein sportliches Hobby haben, manchmal sogar zwei. Was dies jedoch für so einen kleinen Menschen bedeutet, können sich Erwachsene kaum mehr vorstellen.

Eltern meinen es oft zu gut mit ihren Kindern

Als gelernte Erzieherin weiß ich, dass es die Eltern nur gut mit ihren Sprösslingen meinen, doch leider ist dies oftmals der falsche Weg. Eltern müssen sich das einmal so vorstellen: Ein Kindergartentag hat mindestens sechs Stunden, wenn beide Eltern einer Arbeit nachgehen. In diesen sechs Stunden spielt ihr Kind mit seinen Freunden und nimmt an einem Morgenkreis teil. Soweit so gut, denken sich viele Eltern. Doch so ein sechs Stunden Tag ist für ein Kind wie ein Arbeitstag für Erwachsene. Schwachsinn, mögen viele sagen, doch es ist Wahrheit.

Das Kind spielt nicht nur, vor allem lernt es! Die Angebote im Morgenkreis, im Freispiel, Konfliktlösungen, Entdeckungsreisen, und so weiter. All das bietet den Kindern reichlich Möglichkeiten, etwas zu lernen. Und nun der wichtige Punkt: Lernen strengt an! Das Kind muss seinen Kopf einsetzen und will die Dinge, die es erlernt auch in die Tat umsetzen. Manches gelingt nicht gleich beim ersten Versuch. Lernen ist ein Prozess, der stets wiederholt wird, um Wissen zu festigen.

Kinder brauchen freie Zeit

Vielleicht hilft es uns Erwachsenen, wenn wir uns daran zurückerinnern, wie es war, als wir selbst noch lernen mussten. Gewiss haben uns auch die Köpfe geraucht. Kommt das Kind nach Hause, so hat es oftmals wenig freie Zeit, denn wie oben schon erwähnt, meinen es die Eltern nur gut und ihr Kind soll keinesfalls den Anschluss verpassen. Außerdem möchten Eltern ihren Kindern auch nichts vorenthalten, was es später einmal für die Zukunft brauchen könnte. Doch wissen wir Erwachsenen wirklich, was Kinder später einmal brauchen könnten? Nein! Denn keiner von uns kann die Zukunft voraussehen. Das bedeutet nicht, dass Eltern ihren Kindern jegliche Angebote außerhalb des Kindergartens oder der Schule vorenthalten sollen.

Wichtig ist, dass diese im gesunden Maße wahrgenommen werden. Wichtig ist auch, das Kind zu fragen, was es selbst ausprobieren möchte. Wenn es sich zum Beispiel für Fußball entscheidet, sollte es diesem Hobby auch nachgehen dürfen. Manchmal kommt es auch vor, dass Kinder nach wenigen Wochen sagen, dass sie keine Lust mehr haben, dieses Hobby auszuüben. Wichtig ist hier, dass Eltern vorher mit ihren Kindern sprechen, dass es gerne nach einer gewissen Zeit ein anderes Hobby probieren kann, doch das es auch Verträge gibt, an die sich die Eltern halten müssen und so ein Hobby auch Geld kostet. Es ist auch nicht schlimm, wenn das Kind sich ein paar Mal umentscheidet.

Eltern sollten ihre Kinder unterstützen, wenn sich diese auf die Suche nach einem Hobby begeben. Das Maß macht Spaß, könnte man im Übrigen sagen. Denn Kinder brauchen Anreize, um sich für etwas zu begeistern. Findet das Hobby einmal in der Woche statt, so kann es diese Zeit genießen und hat keinen Druck, dass es ja am nächsten Tag ein weiteres Freizeitangebot wahrnehmen muss. Ein Tipp für alle Eltern: Seien Sie für Ihr Kind unterstützend da, um es bestmöglich zu fördern. Unter Druck, wird selten etwas gut.

Foto: pixabay.com

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