Ein geruhsamer Schlaf mit der geeigneten Kinderbettmatratze

Schlaf ist wichtig. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für Erwachsene, sondern vielmehr noch für Kinder. Sie verbringen teilweise bis zu 12 Stunden des Tages mit dem Schlafen und damit die Entwicklung nicht gestört wird, ist eine geeignete Matratze notwendig.

Doch oftmals wird auf die Matratze weniger Wert gelegt. Schließlich entwachsen die Kinder schnell Ihrem Bett. Dennoch ist es wichtig ein passendes Modell zu finden, um Rückenschäden vorzubeugen. Die folgenden Faktoren sollten beim Kauf beachtet werden und die Auswahl fällt wesentlich einfacher.

Material

Beim Material besteht die Möglichkeit aus natürlichen Stoffen oder Kunststoffen zu wählen. Natürliche Stoffe bieten den Vorteil, dass diese einfacher zu verarbeiten sind. Damit ist die Gefahr geringer, dass Schadstoffe eingebracht werden. Doch auch beim Kunststoff brauchen sich Eltern keine Sorgen machen. Die Vorschriften innerhalb der EU sind in Bezug auf Matratzen sehr streng. Das Öko-Tex-Siegel 100 bestätigt zudem, dass keinerlei Schadstoffe während der Produktion eingebracht werden.

Am häufigsten Verwendung finden Kaltschaum, Schaumstoff, Latex sowie Kokos. Kindermatratzen aus Schaumstoff bieten den Vorteil, dass sich diese dem Körper besser anpassen. Sie sind flexibler und geben dem noch jungen Rücken einen besseren Halt. Auf diese Weise wird Haltungsschäden vorgebeugt und falls sich die Kinder im Bett viel bewegen, hält dies der Schaumstoff ohne Probleme aus. Kokos bietet den Vorteil, dass er über eine bessere Wärmeregulierung verfügt. Er ist frei von Giftstoffen und die Herstellung umweltfreundlicher. Vom Liegekomfort werden die Kokosfasern eher als hart empfunden, was an der hohen Stützkraft liegt. Damit wird die Wirbelsäule gut unterstützt, die Matratze aber als weniger weich wahrgenommen als im Vergleich zum Schaumstoff. Matratzen aus Schaumstoff bieten für ein Kind den höchsten Komfort. Eine höhere Sicherheit in Bezug auf die Unbedenklichkeit hinsichtlich der eingebrachten Stoffe während der Verarbeitung bietet jedoch die Kokosfaser.

Härte der Matratze

Der wohl wichtigste Faktor beim Kauf der Matratze für das Kind ist die Härte. Hier besteht oftmals die falsche Vorstellung, dass eine gute Matratze besonders weich sein müsste. Dies ist jedoch ein Trugschluss und könnte zu einer ungünstigen Lage der Wirbelsäule führen. Generell gelten die gleichen Annahmen wie bei der Matratze für Erwachsene. Die Wirbelsäule des Kindes sollte im Liegen die natürliche Form annehmen. Die Kinderbettmatratze bietet hierfür eine ausreichend hohe Stützkraft, sodass das Kind nicht zu tief einsinkt.

Als Faustformel wird gesagt, dass das Kind rund 3cm in die Matratze einsinken darf. Dann wird die Form der Wirbelsäule gewahrt und eine unnatürliche Haltung vermieden. Ein zu tiefes Einsinken könnte etwa bedeuten, dass der Kopf zu hoch liegt und nach vorne abknickt. Ist die Matratze hingegen zu hart, könnte dies als unangenehm empfunden werden und ein Hohlkreuz entstehen. Ein Blick von der Seite gibt Aufschluss darüber, wie gut das Kind auf der Matratze liegt. Der Körper sollte möglichst gerade und kein Abknicken erkennbar sein. Ein Einsinken von ca. 3cm ist also gewünscht und für den Rücken am schonendsten.

Größe

Matratzen für Kinder gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Das Wachstum ist in vollem Gange und damit könnte die Angst bestehen, dass die kürzlich gekaufte Variante schon bald überflüssig wird. Um einen entspannten Schlaf zu ermöglichen, muss die Matratze die passende Größe haben. An Ober- und Unterseite sollten mindestens 10cm Platz sein. Ist der Abstand geringer, muss eine neue Matratze angeschafft werden. Die Matratze sollte also mindestens 20cm länger als das Kind sein. Andernfalls ist die Bewegungsfähigkeit zu stark eingeschränkt und die Matratze bietet nicht den höchsten Komfort.

Wer nicht jedes Jahr eine neue Matratze kaufen möchte, kann bereits etwas größere Varianten verwenden. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass das Bett auch sicher genug ist und über einen Rausfallschutz verfügt. Dann können selbst Kleinkinder sicher auf einer Matratze der Größe 90×200 Zentimeter schlafen. Die gebräuchlichste Größe für jüngere Kinder liegt bei 70×140 Zentimeter.

Die richtige Pflege

Kindermatratzen sind einer besonders hohen Beanspruchung ausgesetzt. Missgeschicke in der Nacht können vorkommen und Kinder gehen mit der Matratze nicht besonders pfleglich um. Daher müssen Eltern darauf achten, dass die Matratze diesen Belastungen standhält. Die Bezüge sollten bei einer ausreichend hohen Temperatur waschbar sein. Nur dann können Allergene zuverlässig ausgewaschen werden. Bei mindestens 60°C sollte der Bezug in der Maschine zu waschen sein. Zudem ist es vorteilhaft, wenn der Bezug abnehmbar ist. Dann kann dieser zügig am Morgen gewaschen und bereits in der Nacht wieder verwendet werden.

Ein Lattenrost und eine atmungsaktive Matratze sorgen für eine bessere Belüftung. Dadurch wird die Feuchtigkeit nicht in der Matratze gespeichert, sondern an die Umgebungsluft abgegeben. Dies vermeidet eine Schimmelbildung und bietet einen höheren Schlafkomfort. Durch das Verwenden eines hochwertigen Bezuges und eines atmungsaktiven Materials sind die wichtigsten Punkte im Bereich der Pflege bereits erfüllt. Dann müssen Eltern weniger Arbeit vollbringen und die Matratze ist von Hause aus besser für die Kinder geeignet.

Fazit

Unter Berücksichtigung der hier vorgestellten Aspekte wird die Auswahl einer Kindermatratze wesentlich leichter fallen. Der Schlaf des Kindes verbessert sich und die Entwicklung gefördert. Insbesondere für Schulkinder ist es wichtig, dass diese über eine geeignete Matratze verfügen, um ausgeruht in die Schule zu gehen. Eine gute Kindermatratze muss zudem nicht teuer sein. Günstige Matratzen können ebenso ihren Zweck erfüllen, falls diese die geeigneten Eigenschaften für das Kind bieten. Wichtiger als der Preis ist, dass die Matratze zu der Größe, dem Gewicht und den Schlafgewohnheiten des Kindes passt. Dann steht einem angenehmen Schlaf ohne Rückenschmerzen nichts mehr im Wege.

Foto: pixabay.com

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